Woche gegen Rassismus 2019
Mizmorim Kammermusik Festival 2026
Am Mittwoch, 21.01. beginnt die 12. Ausgabe des Mizmorim Kammermusik Festival. Dieses Jahr unter dem Thema "Jerusalem". Eine Stadt die, viele Bilder auslöst und mit dem aktuellen Krieg im Nahen Osten auch viele negative Bilder. Im Christentum, Islam und Judentum, den drei in Jerusalem lebenden Religionen, steht die Stadt aber für Hoffnung und Frieden. Genau diese Hoffnung und dieser Frieden sollen beim Mizmorim Festival hervorgehoben werden. von Emma Klugermann
26.01.20 Mizmorim
Am 21.01. startet das Mizmorim Kammermusik Festival in die 12. Ausgabe zum Thema "Jerusalem"
Gibt es so etwas wie eine gemeinsame Sprache? Eine Sprache, die Konflikte übertönen und Hoffnung machen kann?
Das Mizmorim Kammermusik Festival Basel versucht sich in den kommenden fünf Tagen an diese Fragen anzunähern.
In der 12. Ausgabe Mizmorim kreist das Programm um ein Wort, das sofort Bilder auslöst: Jerusalem. Eine Stadt, die für viele religiös und historisch aufgeladen ist - und politisch hochsensibel.
Denn gerade jetzt, während der Krieg im Nahen Osten herrscht, ruft Jerusalem bei vielen Menschen negative Gedanken hervor.
Im Christentum, Islam und Judentum, die in Jerusalem nebeneinander leben, symbolisiert die Stadt aber Hoffnung und Frieden.
Genau diese Hoffnung und diesen Frieden möchte Festivalgründerin und Leiterin Michal Lewkowitcz durch den Konflikt hindurch betonen.
Mit dem Schwerpunkt verbindet sich auch Anspruch. Mizmorim will in den Dialog treten, Begegnungen möglich machen und Brücken schlagen. In den einzelnen Programmpunkten arbeiten Musiker:innen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen. Ein Austausch, der nicht durch Debatten und Streit gekennzeichnet ist, sondern durch Teilen, Lernen und Offenheit.
Christian Dierstein ist Schlagzeuger und schon seit 2016 Teil des Mizmorim Festivals. Für ihn sind gerade der Austausch und die Offenheit besonders am Mizmorim.
Das Festival versucht jüdische Musik mit arabischer zu verbinden. Genau das zeige Christian Dierstein, dass es eine gemeinsame Sprache in der Musik gibt, mit der wir uns verständigen können.
Gleichzeitig bleibt klar: Jerusalem, ist gerade jetzt kein neutrales Thema. Für Michal Lewkowicz hat die Stadt aber auch noch eine ganz andere Seite, voller Schönheit, Inspiration und Geschichte, die das Mizmorim Festival betonen soll. Mit dem Thema „Jerusalem“ soll vor allem das Brücken schlagen im Vordergrund stehen.
Gerade die Musik ist für Michal Lewkowicz und Christian Dierstein ein wichtiger und guter Weg diese Brücken zu bauen. Vor allem angesichts der schlimmen Ereignisse in Gaza, dürfe man nicht wegschauen. "Wozu machen wir sonst Musik?" fragt Christian Dierstein. Das Mizmorim Festival bringt jüdische, christliche und arabische Künstler:innen zusammen, um gemeinsam ihre Musik zu spielen. Michal Lewkowicz sagt das gebe ihr Hoffnung.
Die Auswahl der Konzerte, Musikstücke und Musiker:innen ist dementsprechend vielfältig. Schon beim Pre-Concert lassen Klarinette und Klavier jüdische und arabische Melodien miteinander verschmelzen. Es gibt Konzerte über die Jahrtausende alte Geschichte Jerusalems und Musik, die auf einer traditionellen arabischen Oud gespielt wird. Michal Lewkowicz erzählt, dass die Auswahl der Konzerte sehr schwer gefallen sei, aber hofft, dass für jeden etwas Passendes dabei ist.
Wichtig ist bei Mizmorim aber nicht nur was auf der Bühne passiert. Christian Dierstein erzählt, man hätte die Räumlichkeiten absichtlich so gewählt, dass man viele offene Räume hat, in denen Musiker:innen und Publikum sich begegnen und ins Gespräch kommen können.
Das Mizmorim Kammermusik Festival beginnt morgen Abend mit dem Pre-Concert im Basler Stadthaus und das Eröffnungskonzert folgt am Donnerstag im Stadtcasino Basel. Das Festival endet am Sonntag, 25. Januar mit einem gemeinsamen Konzert aller 15 Musiker:innen.
Die Woche
Lesungen, Theater, Diskussion, Musik, Ausstellungen und vieles mehr: Die Woche gegen Rassismus 2019 in Basel bietet ein vielfältiges Programm, sie findet statt von: Montag, 18. März bis Sonntag, 24. März 2019
Radio X setzt in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Beteiligten ein Zeichen gegen Rassismus und andere Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, die lokale Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsam in einen Dialog zu treten.
Während der ganzen Woche strahlt Radio X jeweils um 11:30 Uhr und um 16:30 Uhr thematische Beiträge aus.
Flyer Woche gegen Rassismus in Basel 2019
Medienmitteilung Woche gegen Rassismus 18.-24.3.19 mit Programm
Das Programm
Montag, 18. März 2019
Forumtheater "Sans Frontières" - Ein interaktiver Theaterabend zum Thema Diskriminierung und Rassismus.
19.30 Uhr, KLARA (Clarastrasse 13)
Eintritt frei.
Dienstag, 19. März 2019
Uni von unten: «Alltäglicher Ausnahmezustand: Racial Profiling in der Schweiz» mit Mohamed Wa Baile, Sarah Schilliger und Claudia Wilopo
19 Uhr, Internetcafé Planet 13 (Klybeckstrasse 60, 4057 Basel)
Eintritt frei.
Mittwoch, 20. März 2019
Liveübertragung Radio X, mit Interviews live vor Ort: Abendschule Import, Bla*Sh, Theater Niemandsland, Kulinarisches von Schnaboule Schnaboule und Musik zum Thema «Migration und Musik» mit Leila Moon.
17-22 Uhr, Keck Kiosk (Kaserne)
Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz
ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)
Donnerstag, 21. März 2019
Podiumsdiskussion «Racial Profiling» mit szenischen Sequenzen des Theaters Niemandsland.
Auf dem Podium: Michel Hostettler (Community Policing Kleinbasel), Tobias Burkhard (Ausbildungsleiter KaPo BS), Nahom Mehret (Schweizer, geb. in Eritrea), Yvonne Apiyo Brändle-Amolo (SP Politikerin Zürich, Künstlerin).
Moderation: Bernard Senn, SRF
Mit dabei: BastA!, STOPP Rassismus u.a.
19 Uhr, Offene Kirche Elisabethen
Eintritt frei.
Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz
ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)
Freitag, 22. März 2019
Bla*Sh, Legion Seven, Brandy Butler (CH)
Mehrstimmige Lesung, Performance, Konzert, Büchertisch
19 Uhr (Doors: 18.30 Uhr), Rossstall II, Kaserne Basel
Eintritt frei.
Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz
ab 19 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)
Samstag, 23. März 2019
Afrika-Stadtrundgang des Zentrums für Afrikastudien
The tour will take place in English and is free of charge. Reservations are requested but not required.
14 Uhr, meeting point: at the pyramides in front of the Offene Kirche Elisabethen
Offener Hörsaal: Interaktiver Parcours**, über Hürden und Weichen auf dem schweizerischen Bildungsweg
16.00-18.30 Uhr, Foyer Junges Theater Basel
Eintritt frei.
Ausstellung*: Bundes(asyl)lager- Zunehmende Isolierung und Kontrolle im Migrationsregime Schweiz
ab 19 Uhr
Input: Wie die Schweiz Migrant*innen 2019 isoliert und verwaltet.
20 Uhr in der Carambolage (Erlenstrasse 34, 4058 Basel)
Sonntag, 24. März 2019
Afrika-Stadtrundgang des Zentrums für Afrikastudien auf Deutsch
14 Uhr, Treffpunkt: Pyramiden-Platz (Elisabethenstrasse)
Reservierung erbeten, aber nicht zwingend erforderlich.
Eintritt frei.
* Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Neustrukturierung des Asylverfahrens und der Einführung der Bundeslager in der Schweiz. Mit der sogenannten Beschleunigung der Verfahren sollen Menschen effizienter verwaltet und ausgeschafft werden. Dafür nimmt das Staatssekretariat für Migration (SEM) Bundeslager in Betrieb, welche nicht nur die Unterbringung, sondern auch das gesamte Verfahren unter einem Dach zentralisieren und vereinheitlichen. Diese Praxis isoliert die betroffenen Menschen noch stärker vom Rest der Gesellschaft und lässt noch weniger Raum zur Selbstbestimmung. Um die Lagerpolitik umzusetzen, baut der Staat auf die Mitarbeit von Privatfirmen und NGOs.
** Bildungsparcours: Sprichst Du ausreichend Deutsch, um in der Schule mitzukommen? Wirst Du bei/auf deinem Bildungsweg unterstützt? Entsprichst Du den Bewertungskriterien des Schulsystems? Reicht das Geld für eine Ausbildung? Bringst Du die geforderten/nötigen Dokumente mit, um eine Ausbildung zu beginnen? Haben alle Menschen in der Schweiz dieselben Chancen auf Bildung? In einem interaktiven Parcours erfährst Du, welche Weichen gestellt werden und welche Hürden es zu überwinden gibt auf dem schweizerischen Bildungsweg. Ähnlich einem Leiter-Spiel, wirst Du, ausgestattet mit einer neuen Identität, unterschiedliche Aufgaben lösen, um Stufe für Stufe deinem Ziel näherzukommen.
Ausstrahlungstermine
Montag 18.3. - Sonntag, 24.3.19, täglich um 11.30 h (Wdh. 16.30 h)
Redaktionelle Beiträge auf Radio X zu diversen Themen in der Woche gegen Rassismus
u.a. mit FIASKO und STOPP Rassismus
Donnerstag 21.3., 18 h & Samstag 23.3.19, 13 h
Sendung X-Plus von Schüler/innen der FMS Münchenstein
Samstag 23.3., 16 h & Sonntag 24.3.19, 10 h
Ausstrahlung der Podiumsdiskussion zu "Racial Profiling" vom Donnerstag 21.3.19 in der Offenen Kirche Elisabethen
Kontakt
tatiana.vieira@radiox.ch
rebecca.haeusel@radiox.ch
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Die Woche gegen Rassismus wird unterstützt durch: