Neu bei uns: Dumama, Dj Snoekfish, Hot Face und James Blake
Die Radio X Musikredaktion stellt dir wöchentlich ihre schönsten Neuentdeckungen genauer vor. Die Rubrik “Früsch” gibt es live jeden Donnerstag um 14 Uhr und in der Wiederholung am Sonntag um 16 Uhr. von Dion Monti
Dumama – No Abiding City
Der erste Song heute ist von der südafrikanischen Sängerin Dumama. 2020 erschien das Album ‘Buffering Juju’, damals noch als Teil des Duos Dumama & Kechou. Im April erscheint nun ihr erstes Solo-Album mit dem Titel ‘Towards an Expanse’ über das Londoner Label Soundway Records. Die erste Single des Albums, ‘No Abiding City’, ist eine Interpretation einer Hymne aus der Xhosa-Sieben-Tage-Adventisten-Gemeinschaft in Südafrika. Im Song geht es darum, dass das Leben in dieser Welt nur eine Übergangszeit ist und das Ziel unserer Existenz jenseits dieser Existenz liegt. Der Sound vereint traditionelle Instrumente mit elektronischer Produktion und liegt irgendwo zwischen Soul, Folk und Indie-Pop.
DJ Snoekfish – Damita Jo
Wir bleiben gerade in Südafrika mit DJ Snoekfish, alias Tiro Phalatse. DJ Snoekfish hat sich einen Namen gemacht als DJ, Producer von Lo-Fi-House-Beats und Gründer des Labels Body Tools International. Letzte Woche ist seine neue EP erschienen, die ‘The Snoekfish Files Vol. 1’ heisst. Auf dieser EP geht es vor allem um die Verarbeitung von Vocal-Samples und sehr analog klingenden Beats. Mein Favorit von dieser EP heisst ‘Damita Jo’ und ist ein gradliniger House-Song von fast 8 Minuten mit tiefen Pads, sanften, luftigen Vocal-Samples und verspielten Hi-Hats.
Hot Face – Pink Liquor
Jetzt geht es geografisch wie stilistisch in eine ganz andere Richtung – und zwar nach London zur Band Hot Face. Hot Face ist eine junge Garage-Punk-Band aus Südost-London, die sich vor ein paar Jahren gebildet hat. Seit der Gründung haben sie viel live gespielt und ein paar Aufnahmen daheim gemacht. In dieser Zeit wurde der Gründer des Labels Speedy Wunderground und Producer Dan Carey zu einer Art Mentor für die Band. Mit ihm zusammen haben sie dann auch ihr Debütalbum ‘Automated Response’ im legendären Abbey Road Studio,mit Publikum, direkt zu Tape aufgenommen. Das Album hat die Energie eines Live-Konzerts, mit dem Sound eines legendären analogen Studios – meiner Meinung nach eine Traumkombination. Ein super Beispiel für ihren High-Energy-Sound ist der siebte Song des Albums, und der heisst ‘Pink Liquor’.
James Blake – Death of Love
Wir bleiben in London, gehen aber in sanfte, introvertierte Klangwelten. James Blake hat nämlich sein neues Album ‘Trying Times’ angekündigt und dazu die erste Single ^Death of Love’. Diese neue Single ist genauso traurig und düster wie schön. Es erinnert mich an den James Blake von früher, der mit wenigen Elementen, Emotionen präzise auf den Punkt bringe kann. Für ‘Death of Love’ wird der Anfang von Leonard Cohens ‘You Want It Darker’ reinterpretiert und ein ganzer Pop-Song darauf gebaut. Mit dem Release wurde auch ein Video einer Live-Version veröffentlicht, in der der Song mit dem ‘London Welsh Male Voice Choir’ aufgenommen wurde – und die für mich sogar noch besser ist als die Albumversion.