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Artikel zum Stichwort "Gesellschaft"

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XPress News

XPress News: Die wichtigsten Nachrichten aus Basel– kompakt, verständlich und auf den Punkt.

Die weisse Madonna von Einsiedeln

Ein Städtchen in Aufruhr. Jeder will höchstpersönlich den Wolf schiessen. Welchen Wolf? Und dann wohnt da auch noch die deutsche Politikerin Alice Weidel – passt die ins Stadtbild des idyllischen Pilgerorts am Jakobsweg? Die weisse Madonna von Einsiedeln - ein Theaterstück von Fatima Moumouni und Laurin Buser, bei dem es um vermeintliche Widersprüche und die Komplexität der Realität geht.

Bildschirmfoto vom Bericht zu rassistischer Diskriminierung in der Schweiz

Ist die schweizer Gesellschaft rassistischer geworden?

Die Zahlen gemeldeter Rassismus Vorfälle in der Schweiz sind auch 2025 wieder gestiegen. Das hat das Beratungsnetz für Rassismusopfer erhoben. 

zwei schwarz bekleidete Menschen stehen an einer Spiegelfassade, im Vordergrund ein Blumenstrauss

Einsamkeit ist oft unsichtbar

Keine Personengruppe bleibt vor ihr verschont: ältere Menschen, Jugendliche, Migrant:innen, Gamer:innen, frischgebackene Eltern, Menschen mit tiefem oder hohem Einkommen. Es ist eine drängende soziale Herausforderung, Einsamkeit zu thematisieren, weil 59% der jungen Menschen und 69% der jungen Frauen fühlen sich manchmal einsam. Eine neue Broschüre der Christoph Merian Stiftung beleuchtet sie vielseitig.

Ein Gendergap nicht nur in der humanen Medizin sondern auch in der psychiatrischen.

Warum haben Frauen häufiger Depressionen? Warum ist das Diagnostizieren von Adhs bei Männern einfacher? Genau mit solchen Fragen beschäftigt sich die erste Folge des neue Podcast der UPK, "Frau Psyche". Prof. Udine Lang, die Expertin der ersten Folge war mit Radio X im Gespräch.

Die Woche für dich zusammengefasst

Es ist Sonntag, der 10. Mai und das ist der Wochenrückblick mit diesen Themen:
Das Baselbieter Strafgericht verhandelt einen Femizid-Fall, der Grosse Rat stimmt dem Umbauprojekt am Aeschenplatz zu, Unterstützung für einen späteren Schulstart in Basel, Streit um die Auswirkungen des Basler Wohnschutzes und die Luftqualität in beiden Basel bleibt weitgehend stabil.

Bild Adhs Konf

Nicht über uns, sondern mit uns

Im Bundeshaus in Bern hat am 29. April die erste nationale ADHS-Konferenz stattgefunden. Rund 40 junge Menschen mit ADHS konnten ihre Anliegen direkt mit Politiker*innen, Fachpersonen und den Medien teilen. Im Mittelpunkt standen Anerkennung, Unterstützung und die Frage: «Wie kann die Schweiz junge Menschen mit ADHS besser unterstützen?»

Cypher Basel 2026 verschiebt die Bühne

Der Cypher Basel gilt als offenes Rap-Format. Doch nicht für alle gleich. Nach Kritik an diskriminierenden Inhalten richtet sich die Ausgabe 2026 neu aus: Am 2. Mai stehen ausschliesslich queere und FLINTA*-Artists auf der Bühne, um marginalisierten Stimmen mehr Raum zu geben und Machtverhältnisse im Rap zu hinterfragen.

Eine Klasse mit 12/13-jährigen Schüler:innen posieren, rechts von ihr zwei Lehrpersonen

"Manchmal trickst mich mein Natel aus"

Mit dem Vorhaben einer generationenübergreifenden Begegnung und eines Austausches gestaltete die 6b der Bruderholzschule das sogenannte Generationenradio. Zuerst stand ein Besuch im Alters- und Pflegeheim Zum Wasserturm an. Die junge Generation interviewte die Senior:innen zu den Themen Kommunikationsmittel, Briefkontakte, Handyumgang und ihre Haltung gegenüber der heutigen Jugend.

Wenn Essen Geschichten erzählt - das Archiv der vollen Bäuche

Eine Ausstellung über die emotionale, kulturelle und auch politische Bedeutung von Essen – und darüber, wie stark kulinarische Erfahrungen unsere Identität und Erinnerungen prägen. Das Archiv der vollen Bäuche kann im Ausstellungsraum Klingental besucht werden.

Eine besammelte Schulklasse mit zwei Lehrpersonen im Studio von Radio X

Hobbys früher und heute: Velotour nach Spanien und Lego bauen

Gleich nach ihren Frühlingsferien stattete die 6. Klasse der Bruderholzschule einen Besuch im Alters- und Pflegeheim Binningen ab. Die mehrheitlich über 90-jährigen Senior:innen begrüssten sie individuell an kleinen Tischen und berichteten über ihre Welt von früher. Und umgekehrt: Auch die junge Generation erzählte von ihren Ferien auf dem Kamelrücken in Jordanien, vom Gamen und Lego-Landschaft auf dem Estrich.

Mode ist selten nur Mode.

Bunte Stoffe, starke Geschichten: Das Musiktheater Wax Traders bringt koloniale Vergangenheiten, Handel und Mode auf die Bühne. Die Group50:50 zeigt, wie Wax Prints, bunt bedruckte Stoffe aus Indonesien, über Europa bis nach Westafrika zu einem Symbol von Macht, Handel und Identität geworden sind. Im Interview mit Radio X erzählen Eva-Maria Bertschy und Edwige Dro über die Entstehung und Hintergründe des Stückes Wax Traders. Mode ist nie nur Mode.

Wie verstrickt war das Baselbiet in den Kolonialismus?

Das Baselbiet im Zusammenhang mit dem Kolonialismus? Diese Verbindung ist nicht so bekannt. Jetzt hat aber der Historiker Andreas Zagger eine aufwändige Recherche durchgeführt. Der Bericht zeigt, dass über 300 Personen aus dem Baselbiet in den Kolonialismus involviert waren. Ob als Söldner und Koloniebeamte in europäischen Kolonien oder als Kaufleute.  

Die Woche für dich zusammengefasst

Es ist Sonntag, der 12. April und das ist der Wochenrückblick mit folgenden Themen:
Schlechter Handyempfang in Riehen, weniger Verkehrsunfälle in Basel-Stadt, das Universitätsspital Basel schreibt Gewinn, und auf dem Klybeck-Areal sollen neue Messungen zu Schadstoffen durchgeführt werden.

Aliena feiert 2026 ein grosses Jubiläum und den Start eines neuen Pilotprojekts

Aliena, die Fachstelle für Frauen* im Sexgewerbe, feiert im Herbst 2026 sein 25-Jahre Jubiläum. Seit einem viertel Jahrhundert engagiert sich die Organisation für Sexarbeitende in Basel. Neu kommt ein Pilotprojekt dazu, welche Sexworkers bei einer beruflichen Neuorientierung berät. Das Projekt wird nun vom Kanton BS finanziell unterstützt. 

Adriana Oliveira Correia Bild Altersangst

Wie Social Media die Angst vor dem Altern pushed

«Junge Haut ist das, was wir uns alle wünschen» Schon immer war ewige Jugend ein Traum für viele. Wie gehen aber junge Menschen im Zeitalter von social media heute damit um?  Die tägliche Flut an manipulierten Bildern scheint unser Idealbild vom älterwerden nachhaltig zu beeinflussen. Angst und Unsicherheit vor äusseren Veränderungen prägen zunehmend den Umgang mit dem Thema, bestätigt die social media Expertin Anna Miller im Gespräch. Doch es rührt sich Widerstand in den FYP’s!

Bauarbeiter beim Bellevue, um 1962. Fotografie: Hans Krebs. © ETH-Bildarchiv, Zürich.

Ein oft vergessener Beitrag zum Schweizer Wohlstand

Die Ausstellung «Wir Saisonniers» in der Photobastei Zürich macht die oft unsichtbare Geschichte migrantischer Arbeitskräfte in der Schweiz sichtbar. Persönliche Geschichten und historische Dokumente zeigen, unter welchen Bedingungen Saisonniers lebten und arbeiteten und wie stark Migration politisch gesteuert wurde. Gleichzeitig wirft die Ausstellung einen Blick in die Gegenwart und zeigt, dass die Debatte über Migration bis heute anhält.

Bild psychische Gesundheit queer Csankovszki Tibor

Systemfehler: Wenn Gesundheit nicht inklusiv ist

Queere Menschen in der Schweiz sind deutlich häufiger von psychischen Belastungen betroffen als die Gesamtbevölkerung. Diese Belastung reicht von Depressionen über Angststörungen bis hin zu Suizidgedanken. Diskriminierung, Ausgrenzungen und Minderheitenstress spielen dabei eine zentrale Rolle. Im neuen Strategieplan der führenden LGBTQIA+-Organisationen zeigen Expertinnen, wie das Gesundheitswesen besser auf die Bedürfnisse von queeren Menschen eingehen könnte.

Eine Frau mit Brille und zusammengebundenen Haaren sitzt mit einem Buch im Schoss in der Bibliothek

Religionswissenschaftlerin Swantje Liebs im Gespräch

Einen interessanten Roman aus Japan stellt Swantje Liebs im GGG-Buchtalk "Was liest du? Wer bist du?" vom 19. März vor: Insel der vergessenen Erinnerung von Yoko Ogawa. In der fiktiven Geschichte gehen täglich Dinge abhanden: die Vögel, die Jahreszeiten, die Fähre zum Festland. Die Inselbewohner:innen haben sich damit abgefunden, dass auch ihre Erinnerung immer weiter verblasst. Nur wenige können nichts vergessen, weshalb sie von der Erinnerungspolizei verfolgt werden.

Eine Zeichnung: Menschen sitzen an Tischen, sie sind bunt gemalt, sehen fröhlich aus. Im Vordergrund sind zerbrochene, graue Stühle.

Theater gegen das Schweigen

Das Spital, das eigene Wohnzimmer oder der Gerichtssaal: Orte, an denen man Hilfe, Geborgenheit oder Gerechtigkeit erwarten würde, werden in der Realität oft zu Schauplätzen von Machtmissbrauch. Das Theater Niemandsland bringt mit seinem neuen Doppelprojekt eine Auseinandersetzung mit patriarchaler Gewalt auf die Bühne im KHaus.

eine beleuchtete Theaterbühne mit drei Menschen an einem Tisch und einer stehenden Sprecherin

Kein – Aber. Rassismus am Arbeitsplatz

Als Auftakt der Aktionswoche gegen Rassismus fand am Montagabend, 16. März 2026, eine interaktive Veranstaltung im Gundeldingerfeld in Basel statt. Nach einer Begrüssung der Fachstellen-Leiterin Jenny Pieth und einem Inputreferat von Inés Mateos spielte das Forumtheater Reactor vier Szenen auf der Bühne. Das Publikum wurde explizit einbezogen und nach Lösungen und Vermeidung von rassistischen Vorfällen gefragt.

XPress News

Diese Woche bei den XPress News: Im Klybeck-Areal gibt’s Unstimmigkeiten um mögliche Altlasten. Eine neue Jugendstudie zeigt: Die Sorgen nehmen zu. In Basel sollen mehr Sans-Papiers bleiben dürfen. Und: Erstmals wurde hier das Dengue-Virus bei einer Tigermücke nachgewiesen

Die Woche für dich zusammengefasst

Es ist Sonntag, der 22. März und das ist der Wochenrückblick mit folgenden Themen: Kritik am Analyseprogramm für das Chemieareal Klybeck, die Jugendstudie 2026 von Pro Juventute zeigt mehr Zukunftssorgen, in Basel wurde erstmals nördlich der Alpen das Dengue-Virus bei einer Tigermücke nachgewiesen, der Grosse Rat will mehr Aufenthaltsbewilligungen für Sans-Papiers und die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft zieht eine positive Bilanz für 2025.

Eine junge Frau mit langen Haaren sitzt in einem Sessel, hat ein Buch im Schoss und lächelt

"Du lachst ja gar nicht mehr. Wie Rassismus krank macht"

Rassismus schadet nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der Gesundheit der Betroffenen. Er hinterlässt Spuren in Körper und Seele und kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Befinden haben. Die Autorin Mahssa Behdjatpour verbindet ihre Forschungsansätze mit ihrer postmigrantischen Perspektive. Ihr Debüt heisst »Du lachst ja gar nicht mehr. Wie Rassismus krank macht« und ist im Rotpunktverlag 2025 erschienen. Im Gespräch berichtet Mahssa Behdjatpour, wie der Schreibprozess sie geheilt habe.