Kulturtipp

Radio X informiert über das Geschehen in und um Basel mit einem Fokus auf kulturelle Ereignisse.

Die Berichterstattung entspricht dem im Leitbild formulierten Anspruch, kulturelle Inhalte verschiedener Ebenen und Szenen zu vermitteln, das gegenseitige Interesse und die Vernetzung kulturell interessierter Kreise zu fördern.

Einen weiteren Fokus legt Radio X auf Niederschweilligkeit und die Förderung von Partizipation. Die Berichterstattung verweist auf Möglichkeiten des Miterlebens und des Mitwirkens. Die Mehrheit der Beiträge im Tagesprogramm werden von Praktikantinnen und Praktikanten erarbeitet – als Ausbildungsradio steht Radio X auch für niederschwellige Einstiegsmöglichkeiten in die Medienbranche.

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Artikel zum Stichwort "Literatur"

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Alle Kulturtipps zum Nachhören

carla Kaspar sitzt auf einem violetten Stuhl und blickt in die Kamera

Buchtipp: Freizeit von Carla Kaspari

Das Leben Mitte bis Ende Zwanzig, it’s a hassle. Da bist du rein theoretisch alt genug, dass aus einigen Kreisen von dir erwartet wird, dein Leben auf eine erwachsene Art und Weise im Griff zu haben. Meistens fragst du dich aber nur, wer zum Teufel es dir erlaubt hat, 24/7 unbeaufsichtigt zu sein? Und während die eine Hälfte deiner Freund:innen sich mit eigenen Kindern niedergelassen hat, hüpft die andere mit Glitzer im Gesicht von einen Rave zum nächsten. Wie gesagt, a hassle.

Rezension: Verbundensein von Kae Tempest

Verbundensein von Kae Tempest ist ein Buch, das im Kopf bleibt. Denn das grossartige lyrische Können von Kae Tempest entlockt beim Lesen ganz eigenene, individuelle Erkenntnisse.

Annemarie Schwarzenbach war weit mehr als ein verödeter Engel

Die Schweizer Kultautorin lebte ein relativ kurzes Leben. Sie war morphiumsüchtig, antifaschistisch, suchte Liebe in den Armen anderer Frauen und war fasziniert von der Ferne. Das spanische Autorinnenduo María Castrejón und Susanna Martín zeichnen ihr nach in «Annemarie», ein Graphic Novel erschienen im Lenos Verlag.

Das Cover vom Buch »Die offene Tür - Texte von Jugendlichen« zeigt eine Hand, die ein offenes Buch in der Hand hält, welches aussieht wie eine Türe. Aus der Türe fliegen Drachen und in dieser Tür (oder dem Buch) sind Berge, Wälder und Wesen von anderen Welten zu sehen.

Gesellschaftskritisch, tiefsinnig, fantasievoll

Nachwuchsautor:innen aus der Region haben beim 27. Schreibwettbewerb der Basler Eule kreative, lustige und kritische Texte verfasst zum Thema  Die offene Tür. Im Buch schreiben die Jugendlichen, was sie bewegt, welche Gedanken sie vertreten und wie sie die Welt sehen. 

Emilia Roig steht vor einer rosaroten Wand und lächelt

Emilia Roig: Why We Matter - Das Ende der Unterdrückung

Die französische Autorin, Denkerin und selbsternannte Revolutionärin Emilia Roig schreibt in ihrem Buch "Why We Matter - Das Ende der Unterdrückung" über Rassismus, Black Pride, Patriarchat, Queerness und Feminismus. Sie deckt auf, wie viele Muster der Unterdrückung zusammenhängen. 

RAF, LSD, PKO und TNT

April 1972: Die Polizei durchsucht eine Wohnung in der Bändlistrasse 73 in Zürich. Sie findet Waffen, Drogen und Strengstoff. An einer Wand: Die Buchstaben RAF. Gab es in der Schweiz der 70er eine linksextreme Gruppierung, die bereit war, Terroranschläge zu verüben? Der Journalist Andreas Tobler hat  in einem aufwendig recherchierten Buch die Geschichte der "Gruppe Bändlistrasse" aufgearbeitet.

Der Kalte Krieg war auch in der Schweiz eine Ära des Verdachts

Vor dreissig Jahren erschütterte die Fichen-Affäre das Vertrauen von Schweizer Bürger:innen in ihren Staat. Was war das für ein politisches Klima, welches die Polizei dazu befugte, Menschen über Dekaden hinweg zu beobachten und unter Generalverdacht zu stellen? Der Historiker und Staatsarchiv Mitarbeiter Daniel Hagmann ging dieser Frage nach und bereitet im Buch Verdachtsmomente, 52 solcher Fichen und 7 Dossiers auf und gibt Einblick, in diese Basler Beamtensprache der 1950er und 60er Jahre.

©Florence Given

Buchtipp: Frauen schulden dir gar nichts

Freund:innen guter Bücher, wir haben mal wieder etwas für euch. Unapologetic, in your face, empowerned: Diesen Frühling ist Florence Givens Debut "Frauen schulden dir gar nichts" auf Deutsch erschienen und genau so knallig wie die Farben auf dem Cover ist auch, was die britische Feministin zu sagen hat.

Queere Lebensgeschichten aus Ghana

Lieben wen man möchte in einem Land, in dem Homosexualität kriminalisiert wird: Serena Dankwa (Bild) hat ghanaische Frauen in ihrem Alltag begleitet und ihre Lebensgeschichten in dem Buch Knowing Women gesammelt. Heute Abend gibt sie für den Feministischen Salon Basel eine Lesung unter dem Titel black:queer storytelling, auf deren verschiedene Abschnitte Singersongwriterin Mer Ayag jeweils musikalisch antwortet.  

© 2022 by Limmatverlag, Zürich

Putzen als Beruf(ung) - Einblicke in die Schweizer Reinigungsbranche

Im ihrem neuen Sachbuch "Wer putzt die Schweiz? - Migrationsgeschichten zwischen Stolz und Sprühwischer" berichten die Regisseurin Marianne Pletscher und der Fotograf Marc Bachmann aus dem Leben von Reinigungskräften in der Schweiz.

Wörter vergrössern die Welt - Simone Lappert

In ihrem ersten Gedichteband längst fällige verwilderung geht die Schriftstellerin Simone Lappert Fragen nach, die nicht unbedingt Antworten nach sich ziehen. Klingend, rauschend und beflügelnd. Diese Gedichte performt sie auch am kommenden Dienstag im Literaturhaus Basel.

Erwachsenwerden am Ende der Illusionen

Auslandsreisen waren verboten, eine eigene Meinung sowieso und die Geheimpolizei hatte oft Verbindungen bis in die eigene Familie hinein: Albanien war lange ein totalitärer Staat, isoliert vom Rest der Welt. Lea Ypi hat ein bemerkenswertes Buch darüber geschrieben, was es für sie hiess, dort aufzuwachsen. Und darüber, wie das Ende des sozialistischen Regimes die Frage danach, was es bedeutet frei zu sein, nicht unbedingt einfacher zu beantworten machte.

Ein Schiff voller Bücher

Bis am 5. April hat an der Schifflände ein besonderes Schiff angelegt: Das «Jugendbücherschiff» beheimatet über 1500 Bücher und ermöglicht es Kinder und Jugendlichen, in speziellem Ambiente, die Lust am Lesen (wieder) zu entdecken.  

©thetempest

Lesbisch im 19 Jahrhundert

Im November 2021 erschien die dritte Staffel der Serie Dickinson auf Apple Tv+. In der Serie geht es um die berühmte und bedeutsame Dichterin Emily Dickinson, welche im 19. Jahrhundert gelebt hatte. Emily Dickinson hatte eine Romantische und Erotische Beziehung zu Ihrer Schwägerin Susan Gilbert.

Was Pop und seine Geräte über uns erzählen

Wo wären wir nur ohne Napster, den Walkman, das Autoradio oder das Grammophon? Im Buch Play Pause Repeat nimmt uns der Autor Tobi Müller mit auf eine Reise durch die Pop-Geschichte. Er zeigt die Wechselwirkung auf, zwischen Technologie, Musikschaffung und Hörverhalten.

"Jeder hat das Recht auf einen Anwalt, auf eine Anwältin"

«Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.» So steht es in der Schweizer Bundesverfassung oder im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. So lernen wir es in der Schule, so der allgemeine Konsens. Justitia ist blind. Ist sie das aber wirklich? Hat ein Obdachloser gleiche Chancen vor dem Gericht wie eine millionenschwere Managerin? In seinem neuen Sachbuch «Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich» zeigt Ronen Steinke auf, auch im Rechtssystem profitiert, wer Geld und Einfluss hat.

© Ullstein Buchverlage

Buchtipp: Der Storyteller

Dave Grohl hat in seinem Leben einiges erlebt: Auf Kissen gelernt Schlagzeug zu spielen, um eines Tages Teil "der grössten Band der Welt" zu werden, um dann wieder gezwungen zu sein, neu zu starten. Alle diese Geschichten hat er in seiner Biografie "Der Storyteller" niedergeschrieben. 

Ein Bücherparadies: Müller Palermo

Mitten im Kleinbasel, an der Riehentorstrasse 14, befindet sich die Buchhandlung Müller Palermo. Im 2015 hat Iris Müller sich den Traum verwirklicht, ihre Leidenschaft zum Buch und Papier, mit anderen zu teilen. Es ist der persönliche Austausch und Kontakt zur Kundschaft, den Iris Müller reizt.

© Wörterseh Verlag

Buchtipp: Ich bin auch Jonathan

Jonny Fischer ist Teil vom erfolgreichen Schweizer Comedyduo "Divertimento". Hinter diesem Erfolg verbirgt sich aber ein langer und zäher Weg. Denn hinter dem Vorhang verbarg sich lange ein dunkler und tiefer Abgrund. 

Bild: krimi-liestal.ch

Es wird mörderisch in Liestal

Ab heute schliessen sich mehrere Liestaler Kulturinstitutionen zusammen, um Liestal in den Bann der Krimis zu ziehen. Zum zweiten Mal findet die Krimireihe Liestal statt, welche die Vielfältigkeit des lokalen Krimischaffens zeigt.

seyda kurt

Love is the answer to everything! Ähh ja gut…

In «Radikale Zärtlichkeit» arbeitet sich Şeyda Kurt, getrieben von einem Unbehagen, leidenschaftlich an der romantischen Liebe ab. Diese kritische Auseinandersetzung mit Kerzenscheinromantik, Happy End und Co. tut dabei nicht nur gut – Das Buch startet vor allem auch eine Diskussion, die vielleicht schon längst überfällig ist.

bell hooks alles über liebe

Buchtipp: Alles über Liebe von bell hooks

Die Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Aktivistin bell hooks galt als eine der wichtigsten Stimmen des Feminismus und Antirassismus in den USA. Mitte Dezember ist bell hooks mit 69 Jahren verstorben. Im Sommer 2021 erschien ihr provokatives, persönlich geprägtes Werk "Alles über Liebe - neue Sichtweisen" auf Deutsch. 

projekt schweiz

Projekt Schweiz

Hinter «Projekt Schweiz» verbirgt sich eine Sammlung von 44 erstaunlichen, amüsierenden und inspirierenden Geschichten. Geschichten von Menschen, die die Schweiz und ihre Entwicklung mit ihrem Handeln und ihrem Sein geprägt  – und für eine fortschrittliche, progressive und feministische Entwicklung des Landes beigetragen haben.

Andere Umstände

Anja ist Ende zwanzig, Studentin, in einer Beziehung. Doch als sie dann in der gemeinsamen Wohnung alleine im Badezimmer sitzt und zusehen muss, wie sich langsam ein zweiter Strich auf dem Plastikstäbchen bildet, ist ihr einziger Gedanke: "Oh Fuck". 
Dem Dilemma einer ungewollten Schwangerschaft widmet sich Julia Zejn in ihrer Graphic Novel "Andere Umstände".

Heute startet der alternative Adventskalender, im Keck

Das DIY-Spektrum der Baslerischen Kulturlandschaft wird weihnachtlich abgefeiert! Was sich hinter den jeweiligen 'Türchen' verbirgt, enthüllt sich jeweils um 19 Uhr. Ob Kunst, Deko oder DJ's - jeweils ab 19 Uhr im Keck Kiosk auf dem Kasernenareal.

"Bei Frauen geht es oft um die Person"

Literatur von Frauen: seltener verlegt, seltener ausgezeichnet, von Medien anders besprochen. Der Verlag sechsundzwanzig will dem entgegenwirken und setzt einen wichtigen Baustein für Gleichberechtigung und Diversität im Literaturbetrieb. Dabei fing alles mit einem Buch an, das vergriffen war.

Von Elefantenspaziergängen und neuen Flusskraftwerken

Mit dem neuen Buch 365 Tage Basel wird ein auf das Jahr gelegter Querschnitt aus Basler Stadtbüchern präsentiert. Erschienen im Christoph Merian Verlag.

Bild von Maria Lassnig mit blauen Figuren auf gelbem Hintergrund

Alle Links zur Oktobersendung von Stadtrand

In der heutigen Sendung gab es Kulturtipps von arktischer Literatur bis Kurzfilm aus dem Amazonas. Alle Links und Informationen dazu gibt’s hier.

Die Jurorinnen des Schreibwettbewerbs Franziska Rabenschlag (l.) und Freija Geniale ©Freija Geniale

Kurzgeschichten über Heimweh und Fernweh

Im Rahmen der Aktionstage Psychische Gesundheit, die vom 24. Oktober bis zum 3. November 2021 stattfinden, gab es im Vorfeld eine Mitmach-Aktion: Ein Schreibwettbewerb mit Kurzgeschichten über Fern- und Heimweh. Die Jury wählte sechs Texte aus. Die Autor:innen präsentieren ihre Werke selbst bzw. lassen sie wegen gewünschter Anonymität vorlesen.

Sommerliteratur: Als Jesus in die Puszta kam

Ludwig Neustätter ist einigermassen überrascht, als eine ungarische Sekte in ihm den wiederauferstandenen Jesus zu erkennen meint. Der Autor Gábor Fónyad verknüpft in seinem Roman die absurde Handlung um den unfreiwilligen Messias mit einer Analyse der Verbindungslinien zwischen Verschwörungstheorien, Nationalismus, Antisemitismus und Fake News.

Radio X live vom JKF 2021

Believe it or not: heute startet das Jugendkulturfestival! Auf 9 Bühnen entlädt sich geballte Jugendkultur in rund 100 Darbietungen. Auch wir senden live von der Padelhalle und dem Sommercasino. Unseren Sendeplan findet ihr hier.

©Posy Simmonds, 2021

Posy Simmonds: Feminismus in Cartoons

Seit über 50 Jahren zeichnet sie bereits Comicstrips und Cartoons für «The Guardian», sie hat erfolgreiche Kinderbücher veröffentlicht und wurde bereits zwei Mal als beste britische Karikaturistin gewürdigt: Posy Simmonds. Das Cartoonmuseum Basel widmet ihr nun eine Retrospektive.

Das babylonische Gackern als Gesellschaftsform

In einem neuen Werk versucht Konzeptkünstlerin Sandra Knecht anhand von verschiedenen Geflügelarten herauszufinden, wie divers eine Gesellschaft sein darf, bevor diese auseinanderbricht. Zu sehen in Babel, ab heute im Hofgut Mapprach in Zeglingen/BL.

Sommerliteratur: Am Ende bleiben die Zedern

Detektivgeschichte, Liebesroman, Coming-of-age-story - Pierre Jarawans Debutroman ist vieles, aber vor allem auch eine Erzählung über den Libanon und postmigrantische Identitätssuche.       

Sommerliteratur: Die Marschallin

Zwischen den politischen Kämpfen und Umbrüchen im Italien und Jugoslawien des 20. Jahrhunderts und einem alten Familiengeheimnis zieht Zora del Buono in diesem Roman einen beeindruckenden Spannungsbogen.

Start der Solothurner Literaturtage

Literatur ist mehr als die Bücher im Regal oder auf dem E-Book. Einmal jährlich kommen für die Solothurner Literaturtage die Menschen hinter den Sätzen zusammen, es gibt Lesungen in verschiedenen Sprachen, Diskussionen und Workshops zu erleben. Nicht nur die Autor:innen, sondern auch Übersetzer:innen, Literaturkritiker:innen und andere Berufsgruppen der Branche  

 

 

Ein Hoch auf uns Millennials

Wir Millennials haben es echt nicht einfach. Da denken wir, wir seien immer noch jung und cool, weil wir's mit TikTok endlich hinbekommen haben, und merken dort: Die gesamte Gen Z lacht uns für unsere Skinny Jeans und Seitenscheitel aus. Und wenn das alleine nicht traumatisierend genug wäre, wird nun auch noch aus den eigenen Reihen gegen uns geschossen: Die Satirikerin und Autorin Sophie Passmann rechnet in ihrem Buch "Komplett Gänsehaut" schonungslos mit Millenials aus der Mittelschicht ab.

Wenn du in deinem Land plötzlich zum Feindbild wirst

Der autobiographische Comic «THEY CALLED US ENEMY – Eine Kindheit im Internierungslager» des amerikanischen Schauspielers Georg Takei ist für den diesjährigen deutschen Literaturpreis nominiert worden. zu Recht, finden wir - und geben dir einen kurzen Einblick in den Comic. 

Zur Feier der queeren Literatur

Josia Jourdan ist 18 Jahre alt, Basler Buchblogger und hat mit dem Berliner Kai Spellmeier Das pinke Sofa gegründet: Ein Instagram-Buchclub, der die Diversity in der (Jugend-)Literatur feiern will.

Zum Valentinstag: Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Im 1985 erschienenen Roman erzählt der  kolumbianische Nobelpreisträger Gabriel García Márquez die Geschichte einer Dreiecksbeziehung zwischen Blumen, Durchfall und Obsessionen. Empfehlenswert, auch in den Zeiten von Corona.

"Dein Instrument ist dein Körper" - Ein Buch soll Sexarbeit entstigmatisieren

Wenn du das Buch in den Händen hältst, spiegelt es dein Gesicht wider. Und damit deine Vorurteile, die du gegenüber Sexarbeiter*innen hast. Genau mit diesen Vorurteilen aufräumen, Sexarbeit entstigmatisieren, will das Buch "Ich bin Sexarbeiterin", welches von neun NGOs im Rahmen ihres Appells "Sexarbeit ist Arbeit" herausgegeben haben. Das Buch ist eine Sammlung von Portäts, Sexarbeiter*innen erzählen von ihrem Beruf, von ihrem Schicksal - teils düster, teils voller Empowerment. 

America, the beautiful

Wenn heute ein neuer US-Präsident eingeweiht wird, lohnt sich ein Blick auf die Lebensumstände der politsch abgehängten: J.D. Vance beschreibt in seinem Buch Hillbilly Elegy - A Memoir of a Family and Culture in Crisis eindrücklich, was viele von uns als unverständlich empfinden. Neuerdings auch zu sehen, als Netflix Verfilmung.

Warum arbeiten wir eigentlich?

Ob während der Lehre, des Studiums oder nach der Ausbildung, irgendwann sind wir alle mit dem Gleichen konfrontiert: Arbeit. Aber warum arbeiten wir eigentlich? Auf den ersten Blick, logisch, um Geld zu verdienen. Ist dies allerdings der einzige Grund? Unter anderem dieser Frage geht Benedikt Weibel in seinem Buch "Warum wir arbeiten" nach und nimmt dich mit auf eine Zeitreise durch die Entwicklung von Arbeit - von 8000 v.Chr., als der Mensch sesshaft wurde, bis heute. 

Wer ist ein Held? Wer ein Verbrecher?

Ein Krieg, zwei Veteranen. Der eine gilt als Held, der andere wird für begangene Kriegsverbrechen verurteilt. In seinem Briefroman "Der Held" geht der Autor Karl Rühmann den grossen Fragen nach und zeigt, dass gerade die einfachen, konkreten Fragen diejenigen sind, die wirklich zählen. Karl Rühman war mit "Der Held" für den Schweizer Buchpreis 2020 nominiert. 

Die Neuerscheinung - Wenn es dunkel wird - von Peter Stamm

Unheimliche Lektüre zum Santiglaus

Peter Stamm hat mit "Wenn es dunkel wird" ein unheimliches Buch verfasst, das elf Kurzgeschichten beinhaltet, die unheimlich, übersinnlich und übernatürlich sind. Was dahintersteckt, warum er diese Transzendenz in unserer heutigen Welt angebracht findet und in welchen Ideentopf er greift, berichtet Peter Stamm.

Auch nach 50 Jahren ist der DIY-Spirit nicht wegzudenken

Vor rund fünfzig Jahren wurde der Lenos Verlag von vier Schöngeistern aus dem Boden gestampft und veröffentlicht bis heute rund 15-20 neue Titel pro Jahr. Wir blicken zurück mit Gründungsmitglied Tom Forrer.

Um Geld dreht es sich auch oftmals in den Reportagen von Margrit Sprecher ©Janina Labhardt

La crème de la crème von Margrit Sprecher

Margrit Sprecher, bekannt als die Grande Dame der Reportagen, schreibt über ein Freiluft-Gefängnis im Gazastreifen, überrascht mit einem Bericht über ein Gourmet-Festival in St. Moritz oder sitzt im Gerichtssaal, wo ein Massenmörder verurteilt wird.  

Buchtipp: Samira El-MAAWI über das Fremdsein im eigenen Land

In ihrem neuen Roman "In der Heimat meines Vaters riecht die Erde wie der Himmel" lässt die Schweizer Autorin Samira El-Maawi die Leserschaft in das Familienleben eines zehnjährigen Mädchens schauen, deren Vater Schwarz ist und die Mutter weiss ist. Was wenn die Tochter nicht weiss wohin sie selbst gehört? Wir haben mit der Autorin darüber gesprochen, wie sich das anfühlt. 

Archivbild aus besseren Zeiten - das Literaturfestival BuchBasel

Kein Literaturwochenende? Doch! - Der Schweizer Buchpreis 2020

Eigentlich wäre Basel dieses Wochenende in einen Lesemantel gehüllt worden. Neue Bücher wären entdeckt, diskutiert worden. Autor*innen hätten aus ihren Werken vorgelesen, Geschichten hinter den Geschichten erzählt. Eigentlich hätten wir dieses Wochenende unser Live-Studio in der Klara aufgebaut, hätten dort Autor*innen begrüsst, zu ihren Werken interviewt. Eigentlich. Aber das Literaturfestival BuchBasel 2020 musste abgesagt werden. Corona. Aber es gibt auch ein paar Licktblicke. 

Unsterbliche Geschichten aus der Feder des römischen Dichters

Mit den "Metamorphosen" legte Ovid den Zündstoff für so manchen zeitgenössischen Blockbuster. Die Geschichten inspirieren, werden weitererzählt und verwandeln sich stets aufs neue. Selbst jetzt im Theater Basel ist das Schicksal der Adaption nicht in Stein gemeisselt.

"Jagt sie weg!" Ein Stück Schweizer Geschichte

Vor 50 Jahren lehnte das Schweizer Stimmvolk die Schwarzenbach-Initiative knapp ab und stellte sich damit gegen eine Initiative, die zum Ziel hatte, dass ausländische Staatsangehörige höchstens 10 Prozent der Gesamtbevölkerung der Schweiz ausmachen durften. Um die Schwarzenbach-Initiative und vor allem um die Menschen, die vom Fremdenhass betroffen waren, geht es im Buch "Jagt sie weg!" des Journalisten und Autors Concetto Vecchio.

Worte in der Landschaft und die Poesie dazwischen

Der grösste Friedhof der Schweiz ist aktuell verziert mit Wortzeichnungen des Künstlers Matthias Zurbrügg. Diese Wortskulpturen werden dieses Wochenende nochmals auf eine neue Ebene gehoben, in einem literarischen Spaziergang.

Dave Schläpfer (zVg)

Doktorand untersucht die Kunst über Typhoid Mary

Radio X hat während des ganzen Juni Tag für Tag «Die Ballade von der Typhoid Mary» vorlesen lassen – unverändert und original, wie es der Autor Jürg Federspiel zu Papier brachte und 1982 veröffentlichte. Alle Folgen nachhören kannst du hier.

Nun kommt Dave Schläpfer zu Wort, der über die Typhoid Mary doktoriert. Er sammelt Typhoid Mary-Kunstprodukte und stellte unter anderem 160 Musiktracks zusammen, die sich um diese Kunstfigur drehen. Wir hören uns drei Beispiele an.

Wie würde eine Zeitung aussehen, die von lesbischen Journalistinnen mit Wurzeln im Balkan oder in Eritra gemacht wäre?

Der Journalismus ist eine Männerbranche. Dieser Erkenntnis gehen die Autorinnen Nora Bader und Andrea Fopp in ihrem Buch Frau Macht Medien nach und zeigen anhand Interviews, einige Blindspots der so bezeichneten vierten Gewalt auf. Lest hier das Interview.

©Alexander Honold

"Die Ballade von der Typhoid Mary" - Was hat das mit uns zu tun?

Der Juni kommt auf Radio X als Literatur-Monat daher: Jeden Tag gibt es ein Häppchen von der «Ballade von der Typhoid Mary» vom Wahlbasler Jürg Federspiel zu hören. Was es mit diesem Buch zu Corona-Zeiten auf sich hat, wie der Autor mit seinen Provokationen zu interpretieren ist und was schliesslich die wissenschaftliche Literaturwelt daraus schliesst: Janina Labhardt hat mit dem Literaturprofessor Alexander Honold von der Universität Basel gesprochen.

Das Geheimnis erfüllter Zeit

Was macht unser Leben trotz der Vergänglichkeit Lebenswert?   Das Buch "das Geheimnis erfüllter Zeit" von Dan Shambicco geht den Grundlegenden Fragen des menschlichen Dasein auf die Spur. Was macht uns wirklich glücklich? Was wollen wir noch vor dem Tod erleben? Was ist von Bedeutung? Alles fragen, die Dan Shambicco im Buch aufgreift und bewusst nicht beantwortet, damit die Leserin oder der Leser das Buch ganz persönlich zu Ende schreiben kann.

Basler Eule startet heute

Der Schreibwettbewerb Basler Eule bringt jedes Jahr das Talent junger angehender SchriftstellerInnen zum Vorschein. Die besten Geschichten werden immer in einem Buch veröffentlicht und auch bei uns in der Hörbox, welche heute mit der ersten Basler Eule Gewinnergeschichte startet. 

Foto Hoffmann

3 Generationen lang hat die Familie Hoffmann das treiben in Basel fotographiert. 2 Weltkriege, Krisen, aber auch die Natur und Basler Traditionen, wie die Fasnacht oder Vogel Gryff sind in rund 400 Tausend Fotographien festgehalten.   Rund 400 davon sind im Buch Foto Hoffmann zu sehen.Mit vielen Bildern und relativ wenig Text lassen sich 100 Jahre Basel nachvollziehen, aber auch die Familiengeschichte der Familie Hoffmann.

Wenn Worte zusammenfinden...

Die Suche nach Sinn und Form führt Lyriker*Innen stets zu neuen Arten der Äusserung. Auch in diesem Jahr bietet das Lyrikfestival nebst traditionellen Lesungen auch experimentelle Performances. So zb die Late Night Varieté am Freitag im Sommercasino.

Auf der Brücke zur Moderne

Es scheint eine Alltagssituation zu sein. Menschen laufen über die alte Rheinbrücke. Vom Gross- ins Kleinbasel und umgekehrt. Im Hintergrund fährt eine Kutsche vorbei. Ein Zeitungsjunge schaut verdutzt in die Kamera, jemand fuchtelt wie wild mit den Händen und ein Mann steht in der Mitte des Bildes. Das ist der erste Film von Basel. Ein 50 sekündiger Film, welcher 1896 auf der alten Rheinbrücke gedreht wurde. So unscheinbar wie er scheint, soviel hat er zu erzählen.

Nehmen uns die Maschinen in Zukunft die Arbeit weg?

Im Buch "Die digitale Kränkung: Über die Ersetzbarkeit des Menschen" setzt sich Matthias Zehnder mit der technologischen Entwicklung und deren Einfluss auf den Menschen auseinander. 

Vergessene Schicksale - Schweizer in KZ-Haft

René Pilloud ist 17 Jahre alt, als er und seine Freunde auf ihrem Weg zu einem Sportwettkampf in eine deutsche Strassensperre geraten. Sie werden für Widerständler gehalten und ins KZ Mauthausen deportiert. René Pilloud überlebt, er kommt 444 Tage später frei. An den gesundheitlichen Folgen seiner KZ-Gefangenschaft leider er sein Leben lang. 

Highlights an der BuchBasel

Was hat Brot mit Büchern zu tun? Wie kann man mit dem Wort "Steak Dose" Lotto spielen? Das Programm für Jung und Alt am Internationalen Literaturfestival BuchBasel ist vielfältig, interessant und witzig. Drei Tage lang kannst du Workshops, Lesungen, Schreibwettbewerbe, phylosophieren mit Kindern und noch vieles mehr. 

Warten auf Godot....

Der Saal des Neuen Theater Dornachs wird ab morgen zum Wartezimmer Godots. Doch dieser kommt einfach nicht. Es ist ein Theaterstück, vertrauter, als uns lieb ist.

"Der Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit."

"Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet!" ist wohl einer der behrümtesten Sätze des Philosophen Friedrich Nietzsche. Wie viele andere Sätze von Nietzsche wird dieser immer wieder aus dem Kontext gerissen und so entsteht ein falsches Bild von Friedrich Nietzsche.

Aktivist, Staatsfeind und Vorbild Bruno Manser

Zu Lebzeiten war Bruno Manser der wohl berühmteste Umweltaktivist der Schweiz. Auch noch heute, fast 20 Jahre nach seinem Verschwinden ist Bruno Manser noch eine berühmte Persönlichkeit und ein Vorbild. Auch sein Aktivismus ist unvergessen.

Von Oberwil nach Ohio - die Reise einer jungen Frau Ende des 19. Jahrhunderts

Wir schreiben das Jahr 1891. Die 19-jährige Stephanie Cordelier packt ihren Koffer. Sie wandert aus - raus aus der Schweiz, nach Amerika.  128 Jahre später, wir schreiben das Jahr 2019. Der Roman "Nach Ohio - Auf den Spuren der Wäscherin Stephanie Cordelier" erscheint. Der Autor ist Benedikt Meyer, Urenkel von Stephanie Cordelier. Schon als Kind fasziniert von der Geschichte seiner Urgrossmutter begab er sich als Erwachsener auf ihre Spuren. Von Oberwil bis in die USA. 

Basler Eule Preisverleihung

Das Thema des 24. Schreibwettberb der Basler Eule war "Freunde oder Feinde?". Und zu diesem Thema haben Jugentliche Beiträge geschrieben und eingereicht. Die Gewinner werden am Samstag, den 23. Februar 2019 an der Preisverleihung im Restaurant "Gare de Nord" gekrönt.